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Kartenvergleich

Kryptodebitkarte vs. Kryptokreditkarten

Debit- vs. Kreditkarte

Kryptokreditkarten und Kryptodebitkarten sind spezielle Zahlungsinstrumente, mit denen Kryptowährungen im Alltag eingesetzt werden können.

Eine Kryptodebitkarte funktioniert ähnlich wie eine klassische Debitkarte: Beim Bezahlen werden die hinterlegten Coins in der Regel sofort verkauft und in Fiat-Geld umgerechnet. Jede Transaktion wird steuerlich als Veräußerung von Kryptowährungen behandelt.

Kryptokreditkarten basieren häufig auf einem sogenannten Collateral-Prinzip. Dabei werden Kryptowährungen als Sicherheit hinterlegt, während die Karte ein separates Kreditkonto belastet. Die Coins selbst werden nicht verkauft, solange keine Liquidation erfolgt. Dadurch kann es sein, dass keine steuerlich relevante Veräußerung ausgelöst wird und die Haltedauer der hinterlegten Coins weiterläuft.

Beide Kartenarten ermöglichen den Einsatz von Kryptowährungen im Alltag. Unterschiede ergeben sich insbesondere in der technischen Funktionsweise, der steuerlichen Behandlung sowie im Umgang mit den hinterlegten Coins.

Kryptodebitkarte

Bei einer Kryptodebitkarte werden deine Coins beim Bezahlen sofort verkauft und in Fiat umgerechnet. Jede Transaktion gilt steuerlich als Verkauf, weshalb Tracking wichtig ist. Sie eignet sich für gelegentliche Zahlungen mit älteren Coins (> 1 Jahr) und kleine Ausgaben.

Kryptokreditkarte

Kryptokreditkarten arbeiten meist mit einem Collateral-Modell: Du hinterlegst Coins als Sicherheit, Zahlungen erfolgen über Kredit. Die Coins werden nicht verkauft, solange keine Liquidation passiert. So entstehen keine Steuerereignisse, und die Haltedauer läuft weiter. Ideal für Vielnutzer und größere Beträge.

Steuerliche Relevanz

  • Debitkarte: Jede Zahlung steuerpflichtig, Haltedauer wird unterbrochen.
  • Kreditkarte: Kein Verkauf → kein Steuerereignis, Haltedauer läuft weiter, Zinsen ggf. steuerpflichtig.

Geeignete Nutzer

  • Debitkarte: Kleine Zahlungen, Coins > 1 Jahr, überschaubares Tracking.
  • Kreditkarte: Vielfachnutzer, größere Bestände, langfristige Holder, niedrige Beleihung.

Aufwand & Tracking

  • Debitkarte: Hoher Dokumentationsaufwand, jede Transaktion erfassen.
  • Kreditkarte: Weniger Aufwand, nur Liquidationen dokumentieren.

Risiken

  • Debitkarte: Freigrenzen schnell überschritten, steuerpflichtige Gewinne bei jeder Zahlung.
  • Kreditkarte: Liquidationsrisiko bei Kursstürzen, Zinsen ggf. steuerpflichtig.

Direkter Vergleich

Kriterium Debitkarte Kreditkarte (Collateral)
Verkauf der Coins Sofort Nein
Steuerereignis Immer Nur bei Liquidation
Haltedauer Unterbrochen Läuft weiter
Aufwand Hoch Niedriger
Steueroptimierung Schlecht Gut

Empfehlung

Es gibt unterschiedliche Modelle für Krypto-Kreditkarten. Das sogenannte Collateral-Modell wird häufig von Nutzern verwendet, die regelmäßig Kartenzahlungen mit Kryptowährungen vornehmen. Debitkarten kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn Kryptowährungen bereits länger gehalten wurden.
Zur besseren Übersicht dokumentieren viele Nutzer ihre Transaktionen separat, etwa in Tabellen oder Tracking-Tools. Auch Rewards werden dabei oft gesondert erfasst.