Per Kryptokreditkarte im Rewe, Aldi, Edeka, Lidl & Co. einkaufen

Kryptowährungen sind längst nicht mehr nur ein Investment. Mit einer Kryptokreditkarte kannst du theoretisch auch im Supermarkt bezahlen – bei Rewe, Aldi, Edeka, Lidl und vielen weiteren Händlern. Doch wie funktioniert das technisch? Wird wirklich „mit Bitcoin“ bezahlt? Und worauf musst du achten?

 

Kann man im Supermarkt per Kryptokarte einkaufen?

Die kurze Antwort: Ja – indirekt.

Die großen deutschen Supermarktketten akzeptieren in der Regel keine direkte Zahlung mit Bitcoin oder anderen Kryptowährungen an der Kasse. Du kannst also keinen QR-Code mit einer Wallet scannen und direkt in BTC zahlen. Mit einer Kryptokreditkarte funktioniert es trotzdem. Warum? Weil diese Karten im Hintergrund wie ganz normale Visa- oder Mastercard-Debitkarten arbeiten.

 

Was passiert technisch bei der Zahlung?

Wenn du an der Kasse kontaktlos bezahlst, läuft im Hintergrund Folgendes ab:

  1. Deine Karte wird wie eine normale Debitkarte akzeptiert

  2. Der Händler erhält Euro

  3. Im Hintergrund werden deine Kryptowährungen verkauft

  4. Der Euro-Betrag wird dem Händler gutgeschrieben

Du merkst davon nichts – außer einer Transaktionsbestätigung in deiner App. Wichtig zu verstehen ist, dass der Supermarkt keine Kryptowährung erhält. Für Rewe oder Edeka ist es eine klassische Kartenzahlung.

Welche Coins kannst du im Alltag einsetzen?

Je nach Kartenanbieter kannst du unterschiedliche Assets nutzen:

  • Bitcoin
  • Ethereum
  • Stablecoins
  • teilweise auch Altcoins

Viele Anbieter nutzen Stablecoins oder verkaufen deine Coins in Echtzeit zum aktuellen Marktpreis. Gerade bei starken Kursschwankungen kann das relevant sein.

Gebühren und versteckte Kosten

Hier wird es spannend. Beim Bezahlen mit einer Kryptokarte können mehrere Kosten entstehen:

  • Spread beim Verkauf der Coins
  • Wechselgebühr (falls Fremdwährung)
  • Kartenentgelt
  • Netzwerkgebühren (je nach Modell)

Ein 50-Euro-Einkauf kann also real etwas mehr kosten, wenn Gebühren anfallen. Deshalb solltest du prüfen:

  • Wird der Verkauf automatisch ausgelöst?
  • Kannst du eine bestimmte Kryptowährung auswählen?
  • Gibt es Cashback?

Steuerliche Folgen beim Bezahlen im Supermarkt

Steuerliche Relevanz wird oft unterschätzt

In vielen Ländern – darunter Deutschland – gilt der Verkauf von Kryptowährungen als steuerlich relevantes Ereignis.

Wenn du mit deiner Kryptokreditkarte bezahlst, wird deine Kryptowährung im Hintergrund verkauft.

Was bedeutet das konkret?

  • Krypto wird beim Bezahlen in Euro umgewandelt
  • Dadurch entsteht ein realisierter Gewinn oder Verlust
  • Gewinne können steuerpflichtig sein

Beispiel

Bitcoin gekauft bei 20.000 €
Aktueller Kurs: 40.000 €
Einkauf bei Aldi: 100 €
Teilweiser Verkauf mit Gewinn
→ steuerpflichtig
Gerade bei regelmäßigen Einkäufen solltest du jede Transaktion dokumentieren – sonst kann die Steuerberechnung später sehr aufwendig werden.

Praktische Vorteile im Alltag

Trotzdem hat das Modell Vorteile:

  • Du kannst dein Krypto-Vermögen flexibel nutzen
  • Kein separates Auscashen nötig
  • Teilweise Cashback in Krypto
  • Weltweite Akzeptanz

Vor allem bei kleineren Beträgen ist die Nutzung unkompliziert.

Cashback Wert Rechner

Berechnet den realen Jahreswert deiner Krypto-Rewards basierend auf 12 Monaten Ausgaben und dem Szenario „Rewards werden gehalten“.

Karte Rate % Reward Tokenpreis 12M Performance % Monat Real 12M

Risiken bei der Nutzung im Alltag

Neben steuerlichen Aspekten solltest du bedenken:

  • Volatilität: Du gibst möglicherweise Assets aus, die später steigen
  • Sicherheitsrisiko bei Plattform-Wallets
  • Abhängigkeit vom Anbieter
  • Mögliche Limits oder Kartensperren

Eine durchdachte Struktur kann helfen: Langfristige Bestände → Hardware Wallet und bei Alltagsliquidität → Kartenwallet. So vermeidest du, dass dein gesamtes Portfolio ständig bewegt wird.

Zukunft: Wird direkte Krypto-Zahlung kommen?

Technisch wäre es möglich, dass Händler künftig direkt Kryptowährungen akzeptieren. Bisher setzen große Supermarktketten jedoch auf etablierte Zahlungsnetzwerke.

Realistisch betrachtet bleiben Kryptokreditkarten aktuell der praktikabelste Weg, um Kryptowährungen im Alltag einzusetzen.

 

Fazit: Krypto im Supermarkt ist möglich – aber anders als gedacht

Bei Rewe, Aldi, Edeka oder Lidl mit Kryptokreditkarte zu bezahlen funktioniert – allerdings nicht als direkte Krypto-Transaktion. Im Hintergrund wird deine Kryptowährung in Euro umgewandelt. Du erhältst die Flexibilität, dein digitales Vermögen im Alltag zu nutzen. Gleichzeitig entstehen steuerliche und strukturelle Konsequenzen, die du kennen solltest. Kryptokreditkarten machen Krypto alltagstauglich – aber sie ersetzen nicht das Verständnis für Gebühren, Risiko und Dokumentation.